Der EULENFORST auf der Phantastika

Der 70 cm-Stand, der eigentlich einen Meter breit sein sollte. Trotzdem ganz hübsch, oder?

Zwei Tage – ganz alleine – jeweils über zehn Stunden am Stück: Auf dem Weg zur Phantastika in Oberhausen habe ich mich schon gefragt, warum ich mir das eingebrockt habe. Warum alleine? Nun, einer musste ja auf den Hund aufpassen, und zudem hätte eine zweite Person am Tisch nochmal mehr Standgebühr gekostet.

Man stelle sich vor: Wenn man alleine am Stand ist, dann kann man nicht kurz auf die Toilette, sich was zum Essen oder zum Trinken holen, sich die anderen Stände anschauen oder einfach mal draußen frische Luft schnappen. Ich hatte mir also gehörig was vorgenommen. Allerdings bestand die Hoffnung, dass mich die Mädels und Jungs von Batcave Design, der Steamtropolis on Tour oder Grevina Patrizia, die in der benachbarten Halle zu finden waren,  im Notfall kurz ablösen würden. Außerdem hatte ich ja Standnachbarn.

Der erste Schreck kam mit dem Aufbau. Ich hatte einen Meter Tisch gebucht und den ohnehin kargen Platz zuhause per Probeaufbau zentimetergenau verplant. Der Tisch, der für mich bereitstand, war aber maximal 70 cm breit. Meine schöne Deko blieb in der Tasche und einige Ideen zur Präsentation des Schmucks konnten nicht umgesetzt werden. Ich gab mein Bestes, um trotzdem noch einen ansehnlichen Stand aufzubauen.

Ein wandelnder Baum in der Dr. Who-Ausstellung. Die Walking Acts fand ich alle toll.

Schon bald kam auch meine Nachbarin, die ebenfalls Schmuck im Koffer hatte, allerdings handbemalten. Erstaunlich und erstaunlich gut. Ich konnte nicht einmal so klein gucken wie sie malen konnte. Zu meiner Linken befand sich eine Marslandschaft. Man durfte dort über einen Monitor eine Sonde steuern, die sich dann dementsprechend über die Planetenoberfläche und in die Höhlen begab. Die kleinen und großen Kinder waren begeistert. Mir gegenüber befand sich die Dr. Who-Ausstellung. Genaues kann ich dazu nicht sagen, weil ich noch nie Dr. Who geschaut habe. Ich glaube aber, dass die Besucher die Ausstellung gut fanden. Es wurde viel gelacht und fotografiert.

Schräg rechts konnte ich auf eine kleine Bühne schauen. im Laufe der zwei Tage sollten dort einige Schriftsteller ihre Geschichten zum Besten geben. Darunter auch Thomas Balou Martin, den man ja aus dem Fernsehen kennt, und Tommy Krappweis, der bei RTL Samstag Nacht mitwirkte und „Bernd das Brot“ erfunden hat. Die Geschichte dazu war übrigens super. „Brot ist auch lustig…“ 🙂

Im EULENFORST gab es diesmal frische Zauberstäbe.

Ansonsten liefen noch Wolfgang Hohlbein, Ian Beattie (Game of Thrones), Markus Heitz und ein paar andere bekannte Gesichter am Stand vorbei. Hinzu gesellten sich laufende Bäume, Klingonen, Steampunks, Plüschtiere und jede Menge Star-Wars-Gestalten. Schräg links gegenüber saß noch eine Bekannte, die Autorin Isa Theobald, am Stand von „Edition Roter Drache“. Viel mehr kann ich zum Programm gar nicht schreiben, da ich ja aus erwähntem Grund örtlich sehr gebunden war, obwohl der Begleiter meiner Standnachbarin netterweise ab und zu aufpasste, wenn ich kurz den Raum verlassen musste. Der Kartoffelsalat war übrigens sehr lecker und ich fand das Catering preislich echt okay. Außerdem habe ich mich über die Besuche der „Steamtropoliser“ von nebenan und die neue Bekanntschaft zu Roland von Rauxel sehr gefreut, der mir einige Tipps und einen Hut für die Steamtropolis gab, auf der ich im Dezember vertreten sein werde.

Die Helden der Phantastik – von Pratchett bis Jules Verne – als Kette und Armband. Okay, meine Idee fand jetzt keinen reißenden Absatz, aber ich war trotzdem stolz.

Was ich sagen kann:

Für mich als Aussteller hat sich die Teilnahme an der Phantastika leider nicht gelohnt. Den anderen Aussteller, mit denen ich geredet habe, ging es ähnlich. Ich habe gerade so die Standgebühr + Sprit + Hotel + Material wieder eingenommen. Also ein Plusminusnull-Geschäft für viele Stunden Arbeit. Sehr schade. Vielleicht lag es am Eintrittspreis von 18 Euro, dass die Besucher nicht so in Kauflaune waren. Zudem fand die Veranstaltung zum ersten Mal statt, muss sich also noch rumsprechen. Demzufolge standen die Besucher in den Hallen (zumindest in unserer) nicht gerade Schlange.

Dennoch möchte ich mit einer positiven Meldung den Bericht abschließen:

Mein Nachlegesystem hat FUNKTIONIERT! Ich habe die Präsentationsplättchen mit Zahlen versehen und den Schmuck zum Nachlegen ebenfalls nummeriert. Einfach und effektiv.

Der nächste Markt kann kommen! 🙂

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